Profil der Kölner Hochschule für Katholische Theologie (KHKT) – St. Augustin

Profil der PTH St. Augustin

VORWORT

Im Jahr 2010 haben die Lehrenden und Lernenden der Hochschulgemeinschaft ein Profilierungskonzept erarbeitet. Im Frühjahr 2014 wurden die bisher unternommenen Entwicklungsschritte von der Professorenkonferenz evaluiert und die Ergebnisse in das Profilierungskonzept eingebracht. Nach fünf Jahren wurde im Rahmen der Klausurtagung des Kollegiums eine weitere Evaluierung und Aktualisierung vorgenommen. Hier lesen Sie die Version von 2019.

I. DIE KÖLNER HOCHSCHULE FÜR KATHOLISCHE THEOLOGIE (KHKT) - ST.AUGUSTIN

Die Kölner Hochschule für Katholische Theologie (KHKT) – St. Augustin ist eine kirchlich und staatlich anerkannte wissenschaftliche Hochschule mit Fakultätsstatus. Rechtlicher und finanzieller Träger ist die Kölner Hochschule für Katholische Theologie (KHKT) – St. Augustin gGmbH

In enger Kooperation mit der Hochschule stehen drei eigenständige wissenschaftliche Forschungszentren (das „Missionswissenschaftliche Institut“, das „Anthropos Institut“, das „Institut Monumenta Serica“) sowie die „Akademie Völker und Kulturen“, das ethnologische Museum „Haus Völker und Kulturen“ und das „China-Zentrum“.

Die Kölner Hochschule für Katholische Theologie (KHKT) – St. Augustin steht allen offen, die ein Theologiestudium mit dem Schwerpunkt „Mission, Kulturen und Religionen“ absolvieren möchten. Sie ermöglicht den Studenten der Steyler Missionare, Studierenden anderer Orden und geistlichen Gemeinschaften sowie allen (Laien und Klerikern), die an der achtsamen Begegnung und einem prophetischen Dialog mit anderen Kulturen und Religionen sowie an Fragen der weltweiten Solidarität interessiert sind, eine umfassende akademische Ausbildung. Es können die Abschlüsse Magister, Lizentiat und Doktorat in Katholischer Theologie erworben werden.

Das Schwerpunktstudium „Mission, Kulturen und Religionen“ stellt ein Spezifikum der Kölner Hochschule für Katholische Theologie (KHKT) – St. Augustin dar.

Die Vermittlung fundierter missions- und religionswissenschaftlicher sowie ethnologischer Kenntnisse ermöglicht den Studierenden, die missionarische und weltkirchliche Dimension des christlichen Glaubens und der katholischen Theologie zu erkennen. Die Studierenden werden auf diese Weise fachlich, methodisch und sozial befähigt, in verschiedenen historisch-kulturellen Kontexten hierzulande und weltweit die christliche Botschaft unter den Bedingungen der Globalisierung zu bezeugen und Handlungskompetenzen in der Begegnung mit anderen Religionen und Kulturen zu entwickeln.

Das Leben auf dem Campus ist geprägt von der Internationalität der Studien- und Forschungsgemeinschaft, die das Einüben eines multikulturellen Zusammenlebens und Dialogs ermöglicht, sowie einer wechselseitigen Durchdringung von gelehrter und gelebter Theologie.

II. „EINE PERLE IN DER HOCHSCHULLANDSCHAFT, DIE NOCH WENIG BEKANNT IST“

Während Hochschulangehörige die im deutschen Sprachraum einzigartigen Qualitäten der Ordenshochschule schätzen, ist das Potential dieser Katholisch-Theologischen Fakultät weder innerkirchlich (in der SVD, bei anderen [Missions]Orden und geistlichen Gemeinschaften, in den deutschen Diözesen) noch in der gesellschaftlichen und wissenschaftlichen Öffentlichkeit hinreichend im Bewusstsein verankert.

Angesichts rückläufiger Zahlen von Studienanfängern im Studiengang Katholische Theologie und fortschreitender Konzentrationsprozesse in der theologischen Forschung und Lehre auf weniger Standorte wächst die Notwendigkeit, um jene Frauen und Männer zu werben, die ein philosophisch-theologisches Studium unter besonderer Berücksichtigung missionswissenschaftlicher, ethnologischer und religionswissenschaftlicher Fragestellungen in einer internationalen Wissenschaftsgemeinschaft absolvieren möchten.

Ebenso ist in der Deutschen Provinz der Steyler Missionare plausibel zu machen, welche Dienstleitungen eines intellektuellen Apostolats die Philosophisch-Theologische Hochschule SVD St. Augustin für den Orden, für andere Orden, für Kirche und Gesellschaft erbringt. Dies ist notwendig, wenn die Deutsche Provinz bei rückläufigen Einnahmen und einem derzeit auf 25 Prozent gesunkenen Studierendenanteil eigener Ordensangehöriger die Hochschule langfristig finanziell absichern soll.

Nicht zuletzt gilt es, die Bedeutung dieser akademischen Ausbildungsstätte innerhalb der Ortskirche zur Geltung zu bringen. Insbesondere ist jener Beitrag aufzuzeigen, den die Hochschule für eine Kirche und Gesellschaft leistet, die im Zeitalter der Globalisierung zunehmend auf interkulturelle und interreligiöse Kompetenzen im Denken und Handeln angewiesen ist.

Vor diesem Hintergrund stellt sich die Philosophisch-Theologische Hochschule SVD St. Augustin der Herausforderung, einen Profilierungsprozess einzuleiten, der im vorliegenden Profilierungskonzept festgeschrieben wird.

Der Profilierungsprozess ist auf einen Zeitraum von zehn Jahren angelegt. Bis zum Jahr 2020 sind die nachfolgenden Ziele durch die Realisierung konkreter Maßnahmen erreicht worden.

III. PROFILIERUNG AD EXTRA – PROFILIERUNG AD INTRA

Die Profilierung der Philosophisch-Theologischen Hochschule SVD St. Augustin verfolgt einerseits Ziele im Blick auf relevante Außenverhältnisse der Ordenshochschule zu kirchlichen, wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Akteuren (ad extra).

Andererseits werden Ziele im Innenverhältnis benannt. Diese beziehen sich auf Forschung und Lehre, auf die Kooperation mit den am Hochschulort angesiedelten Instituten und Einrichtungen sowie auf die identitätsstiftende Beziehung zum Trägerorden (ad intra).

Jedem Ziel sind Maßnahmen unterschiedlicher Reichweite zugeordnet, die einer sukzessiven Zielerreichung dienen und eine Überprüfung der Fortschritte des Profilierungsprozesses ermöglichen. Eine institutionalisierte Arbeitsgruppe reflektiert, kommuniziert, moderiert und überwacht den Fortgang der Weiterentwicklung der Philosophisch-Theologischen Hochschule SVD St. Augustin.

IV. WOVON WIR UNS GELEITET WISSEN – WAS AUF DEM WEG IN DIE ZUKUNFT FÜR UNS GILT

Wir – Lehrende, Studierende und die Deutsche Provinz der SVD – wagen diesen Profilierungsprozess, weil wir in einer langen Tradition der Offenheit für neue Herausforderungen stehen. Wir öffnen uns dem Wirken des Heiligen Geistes. Die achtsamen Begegnungen mit Neuem und Fremdem, das Überschreiten von Grenzen und die Sensibilität für Menschen und Kontexte, in denen wir leben, haben uns nicht nur Beharrlichkeit gelehrt, sondern auch die Freude an der Entdeckung der Wahrheit des Evangeliums von Jesus Christus.

Von ihm gerufen laden wir alle, die einen Beitrag leisten können, ein, unsere Hochschule zu einem Zentrum des intellektuellen Apostolats der Deutschen Provinz der Steyler Missionare für die Gesellschaft, die deutsche Ortskirche und die Weltkirche zu machen.

Auf diesem Weg motivieren uns intellektuelle Lebendigkeit und bereichernde Interdisziplinarität, eine Gemeinschaft in fruchtbarer Verschiedenheit und das „Unternehmen“, eine kontextsensible Theologie für heutige Menschen und ihre Nöte zu entwickeln und in der Praxis zu bewähren.

Wenn bei allen unseren Profilierungsanstrengungen der Mensch im Mittelpunkt steht und die Sorge um das Wachsen des Reiches Gottes, sind wir zuversichtlich, innerhalb der nächsten zehn Jahre nicht nur unsere Ziele zu erreichen. Wir erwarten ebenfalls einen spürbaren Zugewinn an Kommunikation und Kooperation an unserer Philosophisch-Theologischen Hochschule. Die Verheißung dieses Zeugnisses lässt uns beginnen!

 

Kontakt

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Hochschulsekretariat
Arnold-Janssen-Straße 30
53757 Sankt Augustin

Tel.: 0 22 41/237 222
E-Mail

 

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