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"Der Ursprung des Gedankens liegt im Widerspruch – nicht nur mit anderen, sondern auch mit uns selbst"
Eric Hoffer, The Passionate State of Mind
Die ganze abendländische Philosophiegeschichte ist nichts anderes als eine Fußnote zu Platon“ (Whitehead). Platon hat mit seiner Ideenlehre die Theorie vorgelegt, welche zu einer der grundlegendsten onto-logischen Unterscheidungen geführt hat. Wahrheit gibt es nur in der Welt wahrhaft seiender Ideen und nicht in den sichtbaren Dingen. Wie beantworten wir die Frage nach dem ontischen Status der Begriffe? Sind die Ideen die eigentliche Wirklichkeit? Oder die sichtbaren Substanzen? Letzteres hat Aristoteles behauptet. Während der Idealismus (Ideen-Realismus) eine Abwertung der sichtbaren Welt und empirischen Sinnenerkenntnis implizierte, musste der Nominalismus metaphysische Entitäten entwerten, die er nur noch als Namen (nomen) anerkennen konnte. Weite Teile der philosophischen, aber auch theologischen Debatten und Schulbildungen lassen sich an dieser Konfliktlinie aufreihen und in Beziehung setzen. Das Seminar zielt darauf ab die historischen Diskussionen in ihrem Zusammenhang zu vermitteln, aber auch die kontinuierlichen logischen Probleme zu problematisieren – welche nicht selten in die Begriffe wie „Idealismus“ und „Nominalismus“ einen gewissen Ewigkeitscharakter aber auch begriffliche Unschärfe hingelegt haben. Nicht zuletzt sind diese philosophischen Debatten als Hintergrund für die Entstehung der kirchlichen Christologie (Zwei-Naturen-Lehre) der katholischen Sakramentenlehre (Abendmahlsstreit und Transsubstantiationslehre), aber auch protestantischer Ekklesiologie (Ockham & Luther) zu rekonstruieren. Unterstützt wird das Seminar durch Prof. Möhle des Albertus-Magnus-Instituts, der die Seminartermine mit mittelalterlichen Autoren durchführt.
Seminar von Herrn Dr. Sebastian Wolter und Herrn Apl. Prof. Hannes Möhle (Albertus-Magnus-Institut).
dienstags 9:00-11:00 Uhr
Die Primär- und Sekundärliteratur wird in der ersten Sitzung bekannt gegeben.
Wer und was bin ich, wer und was ist der andere? Mit diesen Fragen kommt der Mensch nie ganz zurande. Die philosophische Anthropologie zeichnet sich dadurch aus, dass sie die Innenperspektive („Wer bin ich?“) und die Außenperspektive („Was ist der Mensch?“), d.h. die Frage nach unserem Selbst- und Allgemeinverständnis, gleichzeitig berücksichtigt.
Die gegenwärtige Identitätskrise der Philosophischen Anthropologie zeigt, dass sie einen dritten Weg finden muss, zwischen der Fixierung auf ein abstraktes oder partikulares Menschenbild einerseits und der Verabsolutierung der Ersten-Person-Perspektive andererseits, die jede Form des Verbindenden zwischen den verschiedenen Menschen zu gefährden droht.
Auf dieser Grundlage werden in vier Exkursen folgende Fragen diskutiert: 1) die Fragen nach dem Wesen des Menschen und seiner Dekonstruktion; 2) die Frage nach der personalen Identität, bis hin zur Gender-Debatte; 3) die „Demütigungen des Menschen“ bis zum Posthumanismus. Der letzte Exkurs (4) besteht in einer ausführlichen Auseinandersetzung mit der „Hermeneutischen Phänomenologie“ Martin Heideggers und anderer Autoren, um jenseits von „Metaphysikvorwurf" und „Willkürvorwurf“ fundamentalontologische Wesensvollzüge (Existenzialien) des Menschen zu erarbeiten.
Vorlesung von Herrn Prof. Dr. Gianluca De Candia
donnerstags 14:15 -16:00
freitags 11:15-13:00
Die Primär- und Sekundärliteratur wird in der ersten Sitzung bekannt gegeben.
Die neuen Medien und der zeitgenössische Medienwandel („Digitalisierung“) stellen eine erkenntnistheoretische Herausforderung auch für die Philosophie dar. Das Seminar führt in die wesentlichen medientheoretischen Fragestellungen und Konzepte sowie in die Grundlagentexte der Medienkultur ein, die die gegenwärtigen (Begriffs-)Debatten und (Theorie-)Diskurse der Medienwissenschaft und benachbarter Disziplinen prägen: von Walter Benjamin über Martin Heidegger zur Medientheorie von Marshall McLuhan und von dort aus zu den neueren Kommunikationstheorien von Jean Baudrillard, Niklas Luhmann, Paul Virilio, Daniel Dayan, Elihu Katz und Bruno Latour.
Systematisches Ziel des Seminars ist es, den Begriff der „Medialitat“ theoretisch auszubuchstabieren und (auch theologisch) fruchtbar zu machen. Es geht um eine transzendental- und differenztheoretische Bestimmung von ,,Medialität“ als einer Tiefenstruktur des Verstehens, der Erkenntnis, der Kommunikation, der Weltorientierung, des Vertrauens, die an sich ganz und gar nichts Technisches ist, eben weil sie auf die Einheit aller medialen Prozesse verweist und somit allen instrumentellen Kommunikationstechniken und Technologien zugrunde liegt.
Die Primär- und Sekundärliteratur wird in der ersten Sitzung des Seminars bekannt gegeben.
Seminar von Herrn Prof. Dr. Gianluca De Candia (M4)
donnerstags 11:15-13:00
Die Primär- und Sekundärliteratur wird in der ersten Sitzung des Seminars bekannt gegeben.

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