Die traditionelle Hochschulwallfahrt führte Lehrende, Studierende und Mitarbeitende unserer Hochschule auch in diesem Jahr, am 17. Juni, ein weiteres Mal ins sommerliche Bergische Land zum Altenberger Dom.
Getragen von dem Gedanken, den Studien-, Lehr- und Forschungsalltag einmal zu unterbrechen, um Natur zu spüren, Geschichte wahrzunehmen und Gemeinschaft zu erleben, nahm die Hochschulgemeinschaft die Gelegenheit und das gute Wetter wahr, sich gemeinsam auf den Weg durch die Altenberger Wald- und Wiesenlandschaft im Dhünner Tal zu machen.
Auch diesmal hatte eine Gruppe Studierender an verschiedenen Stationen des Weges wieder geistliche Impulse vorbereitet.
Nach der körperlich herausfordernden Fußwanderung kamen wir bei der Hl. Messe mit Prof. Ohly in der neuen Christkönigkapelle der Jugendbildungsstätte Haus Altenberg zur Stille, besannen uns auf die Schöpfung und feierten unsere Nähe zu Gott.
Den wohltuenden Ausflug ließ die Hochschulgemeinschaft am Abend mit einem entspannten Grillbuffet und Getränken im Schatten des Domes, inspirierenden Gesprächen und dem Bewusstsein, an einem Ort zu sein, an dem Fragen nach Orientierung, Berufung und Verantwortung ihren Platz haben, ausklingen.
Altenberg und der Altenberger Dom
Mitten im Bergischen Land, dicht umgeben von Wäldern und den Tälern der Dhünn, liegt der malerische Ort Altenberg. Mittelpunkt des Ortes ist der Altenberger Dom, die ehemalige Klosterkirche der Zisterzienserabtei Altenberg, deren Ursprünge bis ins 12. Jahrhundert zurückreichen. Der heutige gotische Kirchenbau wurde ab 1259 errichtet und zählt zu den bedeutendsten Sakralbauten Deutschlands. Besonders beeindruckend sind das große Westfenster mit der Darstellung des Himmlischen Jerusalems – das größte gotische Kirchenfenster nördlich der Alpen – sowie die schlichte, turmlose lichtdurchflutete Architektur der Zisterzienser.
Seit Jahrhunderten ist der Altenberger Dom ein Ort der Stille, der Begegnung und des Glaubens. Eine Besonderheit ist seine ökumenische Nutzung: Seit 1857 wird er gleichermaßen von der katholischen und der evangelischen Gemeinde als Gotteshaus genutzt und ist damit ein lebendiges Zeichen christlicher Verbundenheit.
Text: KHKT, A.L., Fotos: KHKT, A. L./J.S.